Laufgeschichte
Historie
Laufen » Unsere Laufgruppe
Laufen kann jeder. Lieber schöne Erlebnisse als Zeiten und Ergebnisse.
Aus unserer Vereinsgeschichte

Weil in der Sportgruppe viel für die Popularisierung des Laufsports in der Stadt getan wurde, weil man anfängerfreundlich, familienfreundlich und gesundheitsbewußt orientierte, wurden es immer mehr Läufer.
Das Laufen sah die Gruppe immer als Mittel an, von den Alltagsproblemen abzuschalten und sich den Vielseitigkeiten des Sports mit Wandern, Radfahren, Eisbaden, Schwimmen, Gymnastik, Triathlon und Skilanglauf zu widmen. Das Motto lautete: "Lieber schöne Erlebnisse als Zeiten und Ergebnisse" und "Wir laufen gemeinsam aus Freude für die Gesundheit durch die Natur".
"50 Jahre Eisenbahner-Sportverein Lokomotive Stendal e.V."
Am 1. Dezember 1977 wurden die Haeders als Allgemeine Sportgruppe Mitglied der damaligen BSG Lokomotive Stendal unter der Regie von Laufgruppen-Chef Gerd Engel und seiner Frau Liesel. Sie hält heute als Sportgruppenverantwortliche der Laufgruppe für die ESV Lok die Fäden in der Hand. Zu den Gründern der Laufgruppe, die derzeit noch immer zu den Haeders gehören, zählen außerdem Corinna Engel, Hans und Bärbel Volkmer, Klaus Schulz, Dr. Eberhard Puls, Rolf Schnelle, Udo Wimmer, Dr. Albert Thielbeer, Angelika und Gerald Scheer, Ingrid und Achim Gast sowie Helge Ziems.
Die Mitglieder der Laufgruppe Haeder nahmen bis zur Wende vorwiegend an Landschaftsläufen in der damaligen DDR teil, ob im Harz, an der Ostsee, am Rennsteig, im Spreewald oder in der Sächsischen Schweiz.
Seit 1977 haben die Lauffreunde über 100 Sportveranstaltungen organisiert und an fast 400 Läufen in Deutschland und in der Welt teilgenommen.
Zu den bedeutendsten organisierten Veranstaltungen der Haeders zählten:
- seit 1977 der Arneburger Elbelauf
- 1983 Lauf- und Lichterfest um den Stadtsee mit 12000 Teilnehmern
- Nonstop vom Fichtelberg nach Kap Arkona
- Solidaritätsbasare in der Stadt Stendal
- In Ägypten und Zypern waren die Erfahrungen der Haeders gefragt.
Seit 1993 wird der Ägypten-Marathon von Stendal aus unterstützt.
FESTSCHRIFT
1997 – 20 Jahre Laufgruppe Haeder
Bis 1989 gab es kaum eine Gegend in der damaligen DDR, in der die Haeders nicht gelaufen waren. Nach der Wende kamen ab 1990 größere Ziele hinzu, so die Teilnahme der Haedergruppe an den bekanntesten Läufen in der Welt, u.a. in New York, Hawaii, Kenia, Neuseeland, Peking, Sao Paulo und in allen großen Städten Europas.
Durch ständiges regelmäßiges Training wurde eine gute Leistungsstärke herausgebildet, obwohl der Wettkampf nicht im Vordergrund steht. Über 50 Sportfreunde haben zum Beispiel den Marathonlauf mindestens einmal bewältigt. Insbesondere die Sportfreundinnen vollbrachten großartige Leistungen, wie:
Liesel und Corinna Engel, Evi Brandenburg, Angelika Scheer, Ingrid Gast, Inge Förtsch, Edelgard Schmidt, Jutta Pahlke, Edelgard Wolffs, Rosemarie Stübing und Karin Daheim.
Bei vielen Laufveranstaltungen brillierten die Frauen. Als beste Leistung zeichnete sich Sportfreundin Liesel Engel aus, sie nahm an 310 Volksläufen teil, erreichte einen 3. Platz beim Berlin-Marathon 1987, einen 3. Platz 1995 beim Ägypten-Marathon und einen 2. Platz 1991 beim Hawaii-Marathon in der Familienwertung. In den Altersklassen belegte sie erste bis dritte Plätze in Amsterdam, Reykjavik, am Wörthersee, in Neuseeland, Zypern, Malta, Mallorca, Brügge und in Istanbul. Insgesamt 44mal hat sie am Marathon teilgenommen, 12mal Landesrekord und weitere 200 vordere Plazierungen bei Volksläufen erreicht. Beim 6-Tage-Lauf in Manchester belegte sie einen hervorragenden 1. Platz in ihrer Altersklasse.
Eine weitere Läuferpersönlichkeit war Paul Nahrstedt, der noch mit 90 Jahren an Volksläufen teilnahm, leider verstarb er im Januar 1997. Bei vielen Laufveranstaltungen war er der älteste Teilnehmer in Deutschland, und oft hörte man über Mikrofon oder man las in der Presse "Paul Nahrstedt aus Stendal". Er nahm an fast allen Reisen und Veranstaltungen teil. 1985 erhielt er beim Berliner Friedenslauf, er war ein jährlicher Höhepunkt in unserem Läuferleben, ein Fahrrad aus den Händen des Amsterdamer Bürgermeisters.
In den 20 Jahren ihres Bestehens wurden der Laufgruppe und ihren Mitgliedern viele Ehrungen zuteil:
- 1987 wurde die Laufgruppe Haeder in der Sportlerumfrage zur Mannschaft des Jahres im Bezirk Magdeburg gewählt.
- Gerd Engel, Leiter der Laufgruppe, erhielt 1990 die Ehrenmitgliedschaft im Verband der "Langlaufenden Ärzte".
- Beim 20jährigen Bestehen der Laufgruppe wurde die Laufgruppe Haeder mit dem Volksstimme-Roland geehrt, eine Auszeichnung für Bürger aus dem Landkreis Stendal, die sich um das Gemeinwohl der Bürger verdient gemacht haben.
- Die Stadt Stendal zeichnete die Laufgruppe Haeder mit dem Sport-Oscar aus.
Die Laufgruppe ist heute noch 70 Mitgliedern stark und organisiert immer wieder aufs neue in der Stadt Lauftreffs für jeden Bürger. Bernhard Schulze betreut 70jährig eine eigenständige Gymnastikgruppe für ältere Bürger.
Fichtelberg – Kap Arkona
654 Kilometer in 49 Stunden und 28 Minuten
Wir laufen vom Nordpol zum Südpol
10. Juli 1988. Dieser populäre Schlager provozierte Ideen. Zugegeben, das war zu DDR-Zeiten etwas schwierig, wie sollte man soweit laufen, dem Tatendrang waren Grenzen gesetzt.
Aber dann wenigstens von einem zum anderen Ende der kleinen Republik,
das waren auch immerhin so um die 650 km. Gesagt, getan. Mehrere Läufer
der Haeders erkundeten eine geeignete Laufstrecke. Mehrmals wurden einzelne
Abschnitte auf Rennrädern absolviert und zwei Wochen vor dem Start
wurde die gesamte Tour noch einmal abgefahren.
Dann war es endlich soweit. An einem Freitag nachmittag, es war der
8. Juli 1988, hatten sich auf dem Gipfel des Fichtelberges 25 Ausdauerläufer
aus Stendal und Magdeburg eingefunden. Die Gruppe setzte sich zusammen
vom Lokführer, Ingenieur, Lehrer bis zum Lehrling, sogar komplette
Familien waren vertreten. Ihr gemeinsames Ziel hieß Kap Arkona hoch
im Norden auf der Insel Rügen. Genau um 16.53 Uhr startete der erste
Staffelläufer. Der Tross folgte im Bus zum vereinbarten Wechselpunkt.
Nach fünf bis zehn Kilometern wurde der Staffelstab übergeben.
Alles klappte perfekt, das Wetter spielte mit, die Stimmung war prächtig, und auch im Bus sah es gemütlich, bisweilen chaotisch aus, wenn einige sich zum Ausruhen langmachten, andere ihre Sachen zum Trocknen aufhingen
oder sich stärkten, bis die große Müdigkeit kam.
Trotz gründlichster Vorbereitung hatte sich der Bus in der Nacht
zum Sonntag hinter Neuruppin verfahren. Weit und breit war keine Menschenseele
zu sehen, selbst unser Staffelläufer war irgendwo verschwunden. Ringsum
tiefe Dunkelheit. Endlich ein Lichtschein am Horizont und neue Hoffnung.
Ein bereits sein Tagewerk verrichtender Melker zeigte den richtigen Weg.
Kurios, auf der Fahrt dorthin gabelten wir unseren vermissten Lä;ufer
wieder auf, der uns entgegen trabte und ohne es zu wissen, ebenfalls in
der falschen Richtung unterwegs war.
Schwimm-Spass in Stendal
26. Oktober 1986. Auf Initiative der Laufgruppe Haeder wurden in der renovierten Volksschwimmhalle von 603 Schwimmern 715 Kilometer (286 000 Bahnen) zurückgelegt.
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