Der Lauf durch die Republik
Historie
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Haeder und der DDR-Lauf
Vom Fichtelberg nach Kap Arkona
Nach unserer Radtour 1982 durch die ČSSR und unserem Lauf durch den Kreis Stendal 1983 entstand die Idee, eine Lauf-Rad-Tour durch die DDR zu unternehmen. Zwei Jahre benötigten wir für die Vorbereitungen – vom 3. bis 16. August 1982 fand das Unternehmen statt.
Durch gute Beziehungen hatten wir die westdeutsche Läuferzeitschrift Spiridon in die Hände bekommen und wurden durch einen Artikel über einen Lauf von den
Alpen zur Nordsee in unserem Vorhaben bestärkt. Die Erfahrungen des westdeutschen Trainers und Sportmediziners van Aaken über den gesundheitlichen Wert des Langstreckenlaufes studierten wir und verarbeiteten seine Erfahrungen.
Dabei waren als Läufer: Roland Winkler (Berlin), Gerd Engel, Udo Wimmer, Klaus Schulz, Liesel Engel, Ingelore Winkler (Berlin), Christel Wimmer.
Als Radfahrer: Angelika Scheer, Corinna Engel, Gerald Scheer, Marion Güldenpfennig, Renzo Scheer, Uwe Wimmer
Probleme gab es anfangs besonders in der Quartierbeschaffung. So übernachteten wir in Hotels, Ferienheimen, Jugendherbergen und Internaten. Unsere Tagesetappen waren 50 bis 60 Kilometer lang.
Unsere Etappenorte waren:
Fichtelberg – Zschopau – Döbeln -Torgau – Wittenberg – Beelitz -Nauen – Alt Ruppin – Mirow -Stavenhaben – Grimmen – Bergen – Kap Arkona.
Die Gesamtstrecke betrug 634 km
Auf unseren Etappen fanden wir überall Unterstützung, Begleitung und Anerkennung, suchten Kontakte und führten Laufforen durch.
Jeder von den Teilnehmern hatte eine besondere Aufgabe, M. Güldenpfennig schrieb die Chronik; Ch. Wimmer, A. Scheer und C. Engel kümmerten sich um die Verpflegung; R. Winkler fotografierte; K. Schulz zuständig für die Orientierung und G. Scheer drehte einen Film. U. Wimmer stellte seinen Trabant zur Verfügung, den Fahrer besorgte M. Güldenpfennig.
Stolz sind wir, daß wir als erste Gruppe unsere Republik laufend durchquert haben. Insgesamt 11 Zeitungen, entlang unserer Tour, auch das Sportecho und die Junge Welt, die uns in Wittenberg aufsuchte, berichteten über uns. In Rundfunksendungen wurden wir erwähnt. Bei der Fernsehsendung “AHA” waren zehn Sportfreunde von uns zu Gast.
Die ersten Selbstversuche mit Elektrolyt
Eine private Firma hatte uns auch sogenanntes Elektrolyt gesponsert, welches ein flüssiges sirupähnliches Konzentrat aus Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralsalzen darstellt. Dadurch, daß es recht süß schmeckte, hatten wir es bald über, ob es geholfen hat, ist in der kurzen Zeit schlecht zu sagen. Auf jeden Fall haben wir Läufer die Strecke konditionsmäßig gut verkraftet.
Die tägliche Strecke wurde auf den Tag verteilt, vormittags die gute Hälfte und nachmittags der Rest. Mittag gegessen wurde auf grüner Wiese, anschließend wurde ein Schläfchen gehalten. Mit dem Wetter hatten wir großes Glück, es war warm und sonnig.
Wir hatten auch extra Bierdeckel

Die tägliche Strecke wurde auf den Tag verteilt, vormittags die gute Hälfte und nachmittags der Rest. Mittag gegessen wurde auf grüner Wiese, anschließend wurde ein Schläfchen gehalten. Mit dem Wetter hatten wir großes Glück, es war warm und sonnig.
Ein Militärposten versperrte uns den Weg
Ein Problem bekamen wir, als wir hinter Mirow an ein Übungsgelände kamen und uns ein sowjetischer Posten den Weg versperrte. Mit einigen russischen Brocken und etwas Schokolade konnten wir den Posten von unserer Harmlosigkeit überzeugen und so eine Abkürzung durchs Übungsgelände nehmen. Wir mußten noch einen Bahndamm überwinden und waren endlich froh, auf der anderen Seite angekommen zu sein.
Bei zwei Sportfreunden trat auf jeweils einer Etappe eine Sehnenentzündung im Schienenbeinbereich auf, durch Einreiben und mit vermindertem Tempo wurde das Ziel jedoch erreicht.
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